journalism, media & technology

Bibliography of Research on Data Journalism

This page provides a bibliography of research publications concerning data journalism, computer assisted reporting and other forms of journalism dealing with structured information.

This list collects scholarly work on this topic. If you are looking for outstanding projects, tools, tutorials or data platforms, this open list of websites about data journalism might be a good start. Also, the Twitter hashtag (#ddj) and the OKFN and NICAR-L mailing lists might be helpful resources.

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Fellowship am Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft in Berlin

[English Version below]

Erfreuliche Nachrichten: Ich gehe für drei Monate im Sommer nach Berlin, um am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) zu forschen. In der Zeit werde ich mich insbesondere mit einem Projekt über Arbeitsabläufe im Datenjournalismus beschäftigen. Ich freue mich sehr über die Einladung.

Übrigens suche ich noch ein Zimmer oder eine kleine Wohnung in Berin und vergebe in der Zeit auch mein Zimmer in Wien. Wer mir da weiterhilft bekommt eine original Wiener Sachertorte. Alle Details zur Aktion auf den Seiten, die ich extra dafür eingerichtet habe.
Sacher Torte at Sacher Cafe

[English Version]

Great news: For three months this summer I will be in Berlin to conduct research at the Alexander von Humboldt Institute for Internet and Society (HIIG). I will do a research project that investigates workflows in data journalism. I am really happy about the invitation.

By the way, I am still looking for a room or a small apartment during in Berlin and I will let my room in Vienna during this time. The person who helps me with this gets a delicious Original Sachertorte. Please find all details on the deal on the pages I have created specifally for that purpose.

Re:trospektive auf die re:publica, Teil 2

In meinem Post letzte Woche habe ich damit begonnen, die re:publica Revue passieren lassen. Dort habe ich unter anderem über unseren Vortrag, über neuen Wissenschaftsjournalismus, das Ende der Arbeit und unkonventionelle Recherchemethoden berichtet.

Hier Teil zwei meiner Notizen rund um die Konferenz. Diesmal mit folgenden Themen:

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Souvenirs von der re:publica, Teil 1

Sie selbst nennt sich eine „der wichtigsten Gesellschaftskonferenzen Europas”, ich habe sie den „alljährlichen Opernball der deutschsprachigen Social-Web-Szene” geheißen – irgendetwas dazwischen wird sie wohl tatsächlich sein. Die re:publica in Berlin: Über 5.000 Teilnehmende, unzählige Workshops und Diskussionen, populäre internationale Speaker und aktuelle Themen rund um Internet, Politik, Technik und Gesellschaft. Die Konferenz, die seit 2007 jährlich veranstaltet wird, richtet sich an Vertreter aus Wissenschaft und Praxis zugleich. Für mich bietet sie die einzigartige Gelegenheit, mich auf den aktuellen Stand in Bereichen zu bringen, die meine Arbeit zwar berühren, die ich aber unter dem Jahr nicht schaffe, umfassend mitzuverfolgen. Ich bin aber auch zum dritten Mal nach Berlin gekommen, um die vielen Branchenkollegen, Freunde und Bekannten wieder zu sehen.

Viel von der re:publica ist bereits online dokumentiert, in den kommenden Tagen wird sicher noch mehr folgen. (Fast) jede Session wurde aufgezeichnet und auf YouTube gestellt. Unsere ist leider (noch) nicht darunter. Hier sind die Talkaufzeichnungen sogar schon mit dem Zeitplan verlinkt. Kurze Zusammenfassungen haben auch schon meine Kollegen aus Graz, Heinz und Brigitte, geschrieben. Jakob weist auf die Selbstreferenzialität hin. Wessen Zusammenfassung fehlt hier noch? Gerne Hinweise dazu an mich oder in die Kommentare.

Ich habe versucht, auf der Konferenz live mitzubloggen, musste mir aber eingestehen, dass das kaum möglich ist, will man keine Einheit verpassen. Deshalb reiche ich im folgenden die Zusammenfassungen von einigen Sessions nach, in denen ich gesessen bin. Vor allem bei einigen der Panels lohnt sich aber der Blick in die Videoaufzeichnung.

Hier kommt ihr zu den einzelnen Themen im Text:

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NGOs und die Netzkonkurrenz

Vor einigen Tagen diskutierte ich im Kreisky-Forum über den Zustand und die Zukunft von NGOs. Die zentrale Frage: Haben Nichtregierungsorganisationen angesichts digitaler Graswurzelbewegungen und individualisiertem Engagement bald ausgedient? Mit am Podium: Barbara Blaha, Leiterin des Momentum-Kongresses, Peter Huemer, Journalist und Historiker, sowie Philipp Sonderegger, NGO-Berater und langjähriger Pressesprecher von SOS Mitmensch, der auch den titelgebenden Blogbeitrag zur Diskussionrunde “Kundgebung heißt jetzt Flashmob” verfasst hatte. Die Publizistin Isolde Charim hatte zur Veranstaltung eingeladen und moderierte. Im Folgenden fasse ich meine zentralen Argumente hinsichtlich NGOs zusammen, weil ich sie gerne weiterspinnen möchte.  (more…)

Armut bekämpfen mit Open Data [Update]

Über 100 Hackathons – von Norwegen bis Uganda – gingen dieses Wochenende anlässlich des International Open Data Day über die Bühne – einer davon auch in Wien: Im Zentrum für Verwaltungsforschung beschäftigten sich Open-Data-Begeisterte mit offenen Daten, deren Aufbereitung und Nutzen. Tag eins widmete sich der Frage, wie sich Armut durch Big Data bekämpfen lässt, Tag zwei offenen Gemeindebudgets. Insgesamt kamen an den zwei Tagen rund vierzig DatenexpertInnen, EntwicklerInnen und Open Data Advocates ins KDZ. Sie waren aus Washington, Frankfurt, Bratislava aber auch aus Wien, der Steiermark und Niederösterreich angereist. Das mediale Interesse war mit einem Kamerateam der ZiB2 und JournalistInnen von Radio Ö1 und Radio Helsinki unerwartet hoch.

(c) UNDP in Europe and Central Asia

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Korrekte Smartphones

CC-by-nc-nd: rubra / Ars Electronica

Ein Toaster “from the scratch”, gesehen bei der Ars Electronica 2010.

Achtung, Live-Blogging: Ich schreibe Dinge falsch auf, vergesse wichtige Aspekte, redigiere kaum – seid gewarnt.

Heute im Wiener Hub eine neue Ausgabe von twentytwenty, das regelmäßig, Zukunftsthemen aus dem Technologiebereich abklopft. Diese Ausgabe behandelt Smartphones, die fair und ökologisch richtig produziert und recycelt werden sollen – und das alles bei offener Hard- und Software. Utopie? Jedenfalls sehr korrekt. Joe Mier, Community Manager bei FairPhone, eröffnet die Veranstaltung mit einer Keynote. Er stellt das in Amsterdam ansässige Projekt vor, das ein rundum faires Mobiltelefon zu entwickeln will: Es beginnt bei der Förderung der benötigten Mineralien und den Produktionsbedingungen über das Betriebssystem (Open-Source) bis hin zur Preistransparenz. (more…)

The Method of Book Sprints – or How to Create a Book in Three Days

Note: Live-blogging. Getting things wrong, missing points, forgetting key information.

Digital Methods Winterschool, day 2: Adam Hyde (via Video), Michael Dieter and David Berry (most of the arguments here stem from his slides) introduce us to the method of book sprint. A book sprint is a time-boxed short duration writing process usually in the order of three to five days. The aim is to produce a complete publication-ready manuscript. A book sprint has always two types of spaces: (1) A shared writing/talking area around a table and (2) quiet working space for indiviudal reading/writing/reflection. Key is an early “buy-in” from the participants: They all need to agree on the outline that is developed on the first day (and not beforehand). (more…)

Die leisen Revolutionäre der digitalen Gesellschaft

Buchrezension für den Falter, 49/2012 vom 5.12.2012, S. 18.

Mercedes Bunz' neues Buch

Die Digitalisierung verändert den Alltag der Menschen ähnlich stark wie es die Industrialisierung im 19. Jahrhundert getan hat. Was damals Maschinen waren, sind heute Algorithmen. Diese leise, aber unaufhaltsame Revolution ermöglicht etwa, dass sich Ärzte und Patienten mit gleichem Wissensstand begegnen oder dass sich Massen schnell und intelligent organisieren.
Mercedes Bunz, eine in London lebende deutsche Journalistin und Wissenschaftlerin, beschreibt in ihrem neuen Buch, wie sich das Internet auf unser Wissen, unsere Arbeit, die Öffentlichkeit und Politik auswirkt. Bunz analysiert dazu einerseits zahlreiche Netzphänomene der letzten Jahre – von Ai Weiwei bis Wikileaks –, andererseits klopft sie die Theorien philosophischer und soziologischer Klassiker auf ihre Tauglichkeit im digitalen Zeitalter ab. Meistens würden massenmediale Diskussionen die Digitalisierung abwerten, schreibt die Autorin, dabei gehe es darum, sie aktiv zu gestalten – sei sie doch ohnehin unaufhaltbar.

Disclaimer: Ich kenne die Autorin persönlich.  

Netzwerkvisualisierungen bei Onlinemedien [updated]

[Live-Blogging, Disclaimer] Gestern ging im Wiener Hub die vierte Ausgabe von Hacks/Hackers Vienna über die Bühne. Charakteristikum der Veranstaltung ist, dass JournalistInnen (=Hacks) und ProgrammiererInnen (=Hackers) zusammen kommen, um Innovationen im Journalismus zu diskutieren. Ich habe auch vor einiger Zeit dort einmal etwas über Datenjournalismus erzählt.

Die Netzwerke bei derStandard.at

“Es sollte interaktiv, spielerischer und irgendwie ‘2012’ sein”, leitete Florian Gossy ein, um von den Netzwerkvisualisierungen von derStandard.at zu erzählen, die er zusammen mit KollegInnen in den letzten Wochen und Monaten erstellt hatte: InserateGlücksspielTelekom sind die, die bis jetzt existieren. Weitere sind in Planung. Das Feedback der UserInnen und der Leitung von derStandard.at nach der Veröffentlichung war sehr positiv. Die Zugriffe waren höher, ebenso die Verweildauer. Betriebswirtschaflich rechnen tut sich das Projekt allerdings nicht, weil unglaublich viel Arbeit darin steckt. Zu jedem Akteur mussten die Verbindungen händisch definiert werden; es gibt eine Biografie inkl. Events und Verlinkungen zu anderen Artikeln (auch zur Konkurrenz). In Zukunft könnten aus diesen Events auch Timelines exportiert werden. Weil es sich um so sensitive Fälle handelt, wurden die Beschreibungen und Verbindungen jedes Akteurs wird von drei bis vier Personen gecheckt.

Länger haben wir über das Design gesprochen, das noch weiterentwickelt werden soll: Jeder Knoten ist derzeit gleich groß, die Verbindungsdicke und -entfernung kann per Dropdownmenü gesteuert werden. Die Netzwerke sind als Layer angelegt. Später wird man hoffentlich Netzwerke aus verschiedenen Themen übereinander legen können bzw. per Tab durchklicken können. Technisch basieren die Netzwerke auf der Javascript-Library. Bei der Entwicklung arbeiteten derStandard.at mit einer externen Entwicklungsfirma zusammen.

Weitere Politik-Netzwerkvisualisierungen

Im Anschluss an Flos Referat diskutierten wir noch weitere politische Netzwerkgrafiken bei Online-Medien. Unbekannt, da so versteckt, sind die Netzwerke, die Meine Abgeordneten automatisiert für jeden Abgeordneten erstellt. Hier ein Beispiel zu Martin Bartenstein:

Bartenstein-Firmen-Netzwerk

Fin erklärt noch, was er an einem Wochenende im Metalab programmiert hat. Eine (halbfertige) Netzwerkgrafik zu Karl-Heinz Grasser:

KHG-Netzwerk

Als Visualiserung mit wenig Informationsgehalt wird jenes von Le Monde über die MitarbeiterInnen des französischen Präsidenten eingeschätzt. Ein ausklappbares Organigramm würde wohl besser passen:

Hollande-MitarbeiterInnen

Update 12:00 Uhr: Flo Gossy weist auf Twitter noch auf eine weitere Netzwerkvisualisierung von PBS hin, die Video mit interaktiver Netzwerkgrafik kombiniert:


Update Ende

Das Digilab von “Heute”

Den Abschluss von Hacks/Hackers machte Christof Hinterplattner (@quadres), der die Digitalsparte der Gratistageszeitung Heute leitet. Er kündigte an, dass “Heute” gerade dabei ist, ein Labor für digitale Konzepte aufzubauen. Derzeit sind sie gerade auf der Suche nach Personal. Ca. sechs bis zehn Leute sollen im Digilab arbeiten und abseits des Tagesgeschäfts innovative Prototypen und Konzepte entwickeln. Erste Projekte sind noch nicht definiert, es scheint aber, dass es nicht allein um Journalismus gehen soll. Trotzdem klingt es nach einer interessanten Spielwiese.

250.000 EUR Journalismus-Innovations-Wettbewerb & Random Hacks of Kindness

Zu Gast, weil zufällig in Wien, war auch Rina Tsubaki, die in Maastricht für das European Journalism Center das Projekt Emergency Journalism betreut. Das European Journalism Center ist mir bekannt, weil sie das Data Journalism Handbook in Kooperation mit der britischen OKFN so erfolgreich abgewickelt haben. Rina macht uns noch auf zwei Projekte aufmerksam:

  1. Einen gerade laufenden Wettbewerb für Journalismusinnovation, bei dem 250.000 Euro zu gewinnen sind. Dabei handelt es sich um eine finnische Kopie der Knight News Challenge. Jeder kann einreichen. Einzige Voraussetzung ist die Bereitschaft zur Erstumsetzung des Konzepts in Finnland.
  2. Das Projekt Random Hacks of Kindness, bei dem Hacker zu einem Hackathon an einem Wochenende zusammenkommen und humanitäre Organisationen mit Entwicklungen unterstützen. Wieso transferiert man so etwas nicht auch nach Österreich?

Disclaimer: Dieses Post wurde während der Veranstaltung verfasst. Es soll die wichtigsten Punkte zusammenfassen. Obwohl gewissenhaft erstellt, besteht kein Anspruch auf Korrektheit, Vollständigkeit oder wortgetreue Wiedergabe.