Ein Roman & Google Maps

google maps buch

Vor einigen Wochen habe ich von We Tell Stories berichtet, wo Kurzgeschichten mithilfe diverser Onlinewerkzeuge wie Twitter, Blogs oder Google Maps erzählt wurden. Jetzt bin ich via De-Bug auf ein Buch gestoßen, bei dem jede Doppelseite aussieht wie das Bild oben.

Der Promotext dazu:

Auf Basis von Google Maps wird parallel zu jeder Szene des Textes deren Handlungsort als exakte geografische Position bzw. jede Bewegung als animierte „Fahrt“ auf der Karte dargestellt. Der Leser des virtuellen Buches erlebt die geschilderte Handlung als „Reise über die Landkarte“ […].

Der Roman (es handelt sich um “Senghor On The Rocks” von Christoph Benda) wurde mit Geodaten ausgestattet. Immer wenn ein Ortswechsel passiert, dann ändert sich auch das Bild auf der linken Seite.

Wenn ich richtig recherchiert habe, kommt die ganze Gechichte sogar aus Österreich. Props!

Souvenirs vom PolitCamp

Wie wars? Super. Ja, tatsächlich: Das erste österreichische PolitCamp hat mir wirklich bestens gefallen. Auch wenn ich nur einen Tag und eine Nacht dabei war. Tag zwei ist sich leider nicht ausgegangen. Ich möchte jetzt nicht einzelne Sessions kommentieren, das haben viele andere viel besser gemacht. Schneeengel z.B., der vom Webverständnis von Lisa Rücker, Grüne Grazer Vizebürgermeisterin, ähnlich enttäuscht war wie ich. Christoph Chorherr hat in seiner Session weit mehr Durchblick bewiesen als seine Parteikollegin.

Interessant auch das Resümee von Helmuth Bronnenmayer von datenwerk. Oder auch das offizielle Politcamp-Blog, das von hauptsächlich von StudienkollegInnen von mir aus den Jahrgängen 2006 & 2007 gefüttert wurde. Die zahlreichen Wortmeldungen in Form von Podcasts sind hörenswert – besonders (aber nicht nur) für jene, die nicht vor Ort sein konnten.

Toll waren auch Marion Tobola von Trimedia und Jörg Hofstätter von ovos, die mir in einer Solosession das Konzept und die Webseite von entscheidend-bist-du sehr freundlich und geduldig erklärt haben. Das Portal ist, was die technische Umsetzung betrifft, auf dem neuesten Stand. Und auch inhaltlich ist es wirklich ansprechend: Wenn sich Jugendliche und PolitkerInnen in Form von Speeddatings austauschen, dann finde ich das eine frische Idee für Partizipation.

Mein persönliches Highlight war die Session von Ton (englische Zusammenfassung). Weniger Politik, mehr Web 2.0 (aber das war nicht der Grund, warum ich seine Worte gut fand). Er hat authentisch beschrieben, wie er seinen Alltag organisiert. Stichwort: Informationsfilterung durch Personen. Ich hab eine Mitschrift von diesem Vortrag. Wenn Interesse besteht, bitte um eine E-Mail oder einen Kommentar. Schade, dass ich nicht mit Ton gesprochen habe. Es ist sich ganz einfach nicht ausgegangen. Hoffentlich ein anderes Mal. Ich lese sein Blog schon seit mehr als einem Jahr sehr gern und kann es nur empfehlen.

Die Abendveranstaltung im Space04 im Kunsthaus Graz, die was Musik und Visuals betrifft meine Session war (zusammen mit meinen VJ-Kollegen von montage savuage, Manü & Joh), hat ganz gut geklappt. Johannes von monochrom hat eine grandiose Performance gehalten. Die Auflegerei im Anschluss mit DJ konzert, den boogee basement DJs und den Johnny F. von den Bumm Bumm Boys war sehr fein. Das iKU (Kunsthaus Café) werde ich allerdings für einige Zeit meiden, trotz des schnellen WLANS. Gründe dafür gerne in einem persönlichen Gespräch.

Das kurz angelegte Fazit ist nun doch etwas länger geworden. Zwei Dinge möchte ich noch verlautbaren:

  1. Barcamps (und auch Politcamps) sind oft ein Diskutieren in Utopien. Jeder braucht Visionen, das streite ich nicht ab. Ich würde mich jedoch freuen, wenn das ständige “Wenn x passiert…” [if] “…dann ist y endlich möglich” [then] ersetzt wird durch Diskussionen, die sich mit realen Themen auseinandersetzen. Weg vom “Wir brauchen jetzt nur mehr x, damit ‘jemand’ y machen kann.” Hin zu “Wir haben x, damit lässt sich kreatives y bewerkstelligen”
  2. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligen. Es hat wirklich Spaß gemacht. Ich hoffe, bis zum nächsten Jahr.

Schöne und viele Fotos gibts bei ton, christian, helge, heinz und basti (danke auch hier Schneeengel für die Linksammlung).

matrix auf Ö1 heute abend

Heute um 22.30 Uhr gibt es auf Ö1 eine matrix-Sendung zur Zukunft Sozialer Netzwerke:

[…] Bisher sind die meisten dieser Netzwerke jedoch abgeschlossene Welten, was Nutzer nicht selten zu einem Spagat der Online-Identitäten zwingt. Wer Freunde bei Facebook und Myspace hat, muss zwangsläufig zwei Profile auf dem Laufenden halten. Wer zusätzlich noch Twitter, Flickr, Del.icio.us und Youtube nutzt, verliert schon mal schnell den Überblick.
Eine Lösung dafür könnten offene soziale Netze sein, die den Austausch von Informationen über die Grenzen einer Plattform hinweg erlauben.

Erstes österreichisches PolitCamp

flyer politcamp front

Gleich fahre ich los zum Ersten Österreichischen PoltiCamp (Blog), das heute und morgen auf der FH Joanneum in Graz stattfindet.

Organisiert haben die Veranstaltung einige StudienkollegInnen aus dem Jahrgang 2006 zusammen mit Heinz und einigen anderen an den Studiengängen Journalismus und Unternehmenskommunikation und Informationsdesign.

Am Abend gibt es eine Party im Space04 des Kunsthaus, wo mein VJ-Kollektiv montage sauvage für die Visuals sorgen wird. Special Guest bei den Visuals: VJ Bobo! Mehr wird nicht verraten. Come & See.

Und wenn Sie das nicht überzeugt, am Abend in Scharen zum Kunsthaus zur besten BarCamp-Party aller Zeiten zu pilgern, dann ist es vielleicht der Umstand, dass monochrom eine Performance machen wird. Oder vielleicht dieses Legendäre Line-Up an DJs?

boogee basement DJs
ETEPETETE vs. Bumm Bumm Boys
DJ konzert

Es gibt Buffet!

springeight kann kommen

In wenigen Stunden beginnt in Graz wieder das springfestival. Ich muss heute länger wach bleiben, um morgen die ganze Nacht fit zu sein, wenn ich mit meinem VJ Kollektiv montage sauvage im Dom im Berg auftreten werde. Auch um etwas Zeit totzuschlagen dieser späte Eintrag.

DJ Mehdi

Visualisieren werden wir unter anderem die Mucke des legendären DJ Mehdi (Bild), Kopf des Pariser Braz-Labels Ed Banger. Auch mit dabei aus Frankreich Busy P (Ed Banger), – und grandios: Brodinski (Mental Groove).

Weiteres Highlight: marflow, der vor kurzem erst für Moby einen Remix hingelegt hat.

Hier der Timetable für Mittwoch, 21.05.08, Dom im Berg, Graz:

21:30h Bitz (A)
23:00h marfloW (A)
00:30h Punks Jump Up (UK)
01:30h DJ Mehdi (F), Busy P (F)
04:00h Brodinski (F)
Visuals: Montage Sauvage (A)

Be there or be square. Und bis zum Sonntag gilt dann: Geschlafen wird am Tag.

Multimedium New York Times

NYT

Die New York Times haben einen investigativen Report veröffentlicht, der aus medialer Sicht gleich doppelt interessant ist. Spiegel Online fasst den Inhalt des Texts schön zusammen:

Die US-Regierung hat laut “New York Times” Militärexperten führender US-Fernsehsender massiv beeinflusst. So wurde die Berichterstattung über Themen wie den Irakkrieg oder das Gefangenenlager Guantanamo im Sinne des Weißen Hauses gesteuert.

Die Steuerung der Berichterstattung durch das Pentagon ist eine Sache. Faszinierend und erschreckend zugleich, wie die Bush-Administration versucht, auf die öffentliche Meinung Einfluss zu nehmen.

Eine andere – und mindestens gleich spannende – Geschichte ist, wie die New York Times die Geschichte an die Öffentlichkeit bringen:

  1. Gedruckt in der dicken Sonntagsausgabe der NYT
  2. Aufbereitet im Internet

Konkret geht es mir um die multimediale Aufbereitung im Internet, die die Vorteile von TV, Radio und Internet geschickt nützt. Ich kann mir die ganze Geschichte wie ein interaktives Video ansehen. Im Report werden Audiointerviews ebenso präsentiert wie Fernsehnachrichtenbilder. Wird ein wichtiges Beweismittel erwähnt, kann ich das im Document Archive gleich selbst lesen und downloaden.

Die Berichterstattung wird durch diese unmittelbare Verfügbarkeit der Quellen (Interviews, geheime Dokumente, etc.) nachvollziehbarer. Weder Print, noch Fernsehen noch Radio sind zu einer Transparenz im Stande wie das Internet. Allein dadurch, dass ich auf das fokussieren, das mich interessiert, habe ich einen Vorteil gegenüber den Rezipienten von Print oder TV.

Ich hoffe, das war jetzt kein Herunterbeten altbekannter Weisheiten. Mir geht es um die Methode, wie die verschiedenen Medien in die Berichterstattung eingebunden werden. Und die ist hochgradig innovativ.

Another Way To Tell Stories

Jeff Jarvis provided an excellent link to a project by the British Penguin Publishers. It is called We Tell Stories. Six Authors. Six Stories. Six Weeks. The stories and the way they are told on this website are highly unusual – and I am really excited about.

The first story in the series tells a tale via Google Maps, another one uses Twitter and Blogs.

I also discovered an easter egg on the website. If you click on the rabbit at the left bottom of the page you are redirected to a blog, that might have something to do with a mysterious seventh story.

The company who created the project is called six to start and is based in London.

We create Alternate Reality Games (ARGs). ARGs use multiple media — the web, email, IM, mobile phones, radio, newspapers, TV and live events — to tell a story to hundreds of thousands of people, who can follow and influence the game in real time.
People are dividing their attention across more media than ever before. ARGs are the best way to tell a story that spans them all, and that’s what we’re experts at.

Could non-fiction stories or reports also be told like this? I truly think so. This could be an awesome concept also for news companies.

Is there anything like this in German? I would love so. I am really thinking about setting up something like this.

PS: Sorry for the long absence at this blog. If you read my tweets or – even better – my soup, you already know: I was on vacation in the United States for three and a half weeks. My English has improved (at least a bit, I hope) and this is why I have decided to write some of my blog entries in English again. Let’s see how long I will have fun with that.

"Blocher ist ganz anders als Haider"

Ein zu beachtendes Interview hat Roger Klöppel, Chefredakteur und Herausgeber der Schweizer Weltwoche, im Online-Standard gegeben. Klaus Stimeder vom Datum hat ihn gefragt. Klöppel verteidigt im Gespräch unter anderem seine Unterstützung für die weit rechts angesiedelte Schweizer Volkspartei (SVP) und ihren Vorsitzenden Christoph Blocher. Auch die publizistische Unterstützung für Bushs Irak-Feldzug wird argumentiert. Und warum die Schweiz und nicht Österreich Europameister wird…