#deutsch

springeight kann kommen

In wenigen Stunden beginnt in Graz wieder das springfestival. Ich muss heute länger wach bleiben, um morgen die ganze Nacht fit zu sein, wenn ich mit meinem VJ Kollektiv montage sauvage im Dom im Berg auftreten werde. Auch um etwas Zeit totzuschlagen dieser späte Eintrag.

DJ Mehdi

Visualisieren werden wir unter anderem die Mucke des legendären DJ Mehdi (Bild), Kopf des Pariser Braz-Labels Ed Banger. Auch mit dabei aus Frankreich Busy P (Ed Banger), – und grandios: Brodinski (Mental Groove).

Weiteres Highlight: marflow, der vor kurzem erst für Moby einen Remix hingelegt hat.

Hier der Timetable für Mittwoch, 21.05.08, Dom im Berg, Graz:

21:30h Bitz (A)
23:00h marfloW (A)
00:30h Punks Jump Up (UK)
01:30h DJ Mehdi (F), Busy P (F)
04:00h Brodinski (F)
Visuals: Montage Sauvage (A)

Be there or be square. Und bis zum Sonntag gilt dann: Geschlafen wird am Tag.

Multimedium New York Times

NYT

Die New York Times haben einen investigativen Report veröffentlicht, der aus medialer Sicht gleich doppelt interessant ist. Spiegel Online fasst den Inhalt des Texts schön zusammen:

Die US-Regierung hat laut “New York Times” Militärexperten führender US-Fernsehsender massiv beeinflusst. So wurde die Berichterstattung über Themen wie den Irakkrieg oder das Gefangenenlager Guantanamo im Sinne des Weißen Hauses gesteuert.

Die Steuerung der Berichterstattung durch das Pentagon ist eine Sache. Faszinierend und erschreckend zugleich, wie die Bush-Administration versucht, auf die öffentliche Meinung Einfluss zu nehmen.

Eine andere – und mindestens gleich spannende – Geschichte ist, wie die New York Times die Geschichte an die Öffentlichkeit bringen:

  1. Gedruckt in der dicken Sonntagsausgabe der NYT
  2. Aufbereitet im Internet

Konkret geht es mir um die multimediale Aufbereitung im Internet, die die Vorteile von TV, Radio und Internet geschickt nützt. Ich kann mir die ganze Geschichte wie ein interaktives Video ansehen. Im Report werden Audiointerviews ebenso präsentiert wie Fernsehnachrichtenbilder. Wird ein wichtiges Beweismittel erwähnt, kann ich das im Document Archive gleich selbst lesen und downloaden.

Die Berichterstattung wird durch diese unmittelbare Verfügbarkeit der Quellen (Interviews, geheime Dokumente, etc.) nachvollziehbarer. Weder Print, noch Fernsehen noch Radio sind zu einer Transparenz im Stande wie das Internet. Allein dadurch, dass ich auf das fokussieren, das mich interessiert, habe ich einen Vorteil gegenüber den Rezipienten von Print oder TV.

Ich hoffe, das war jetzt kein Herunterbeten altbekannter Weisheiten. Mir geht es um die Methode, wie die verschiedenen Medien in die Berichterstattung eingebunden werden. Und die ist hochgradig innovativ.

"Blocher ist ganz anders als Haider"

Ein zu beachtendes Interview hat Roger Klöppel, Chefredakteur und Herausgeber der Schweizer Weltwoche, im Online-Standard gegeben. Klaus Stimeder vom Datum hat ihn gefragt. Klöppel verteidigt im Gespräch unter anderem seine Unterstützung für die weit rechts angesiedelte Schweizer Volkspartei (SVP) und ihren Vorsitzenden Christoph Blocher. Auch die publizistische Unterstützung für Bushs Irak-Feldzug wird argumentiert. Und warum die Schweiz und nicht Österreich Europameister wird… 

Das Grazer Metalab

In der Grazer Sporgasse 16 gibt es seit über einem Jahr ein Pendant zum Wiener Metalab, den Realraum. Es handelt sich um einen Treffpunkt für Elektronik- und Computerinteressierte. Ich schätze, dass im Gegensatz zu Wien der Fokus in Graz weniger auf Web2.0 und mehr auf Technik liegt. Ein richtiges Bild davon möchte ich mir aber erst vor Ort machen. Eine gute Gelegenheit bietet dazu die Geburtstagsfeier des Realraum am Freitag, den 7. März, ab 20.00 Uhr.

switch to soup.io

Noch einmal meta-Blogging: Ich habe das automatische tägliche Boomarking-Posting von del.icio.us auf meinem Blog wieder abgeschaltet. Das hat mehrere Gründe. Der wichtigste ist wohl, dass ich mehr im Internet veröffentliche als Bookmarks und Blogposts. Ich habe mich an den Service soup.io von c30 erinnert, wo ich jetzt meine Seite wiederbelebt habe. soup.io ist großartig.

Alle meine Blogposts, alle Bilder, alle Twitter-Messages, alle meine Videos und alles andere, was mir gefällt, werden ab nun auf meiner soup-Seite gesammelt und in einem Stream veröffentlicht. Statt meinem Blog-Feed empfehle ich Ihnen den soup.io-Feed zu abonnieren.

Kategorien adé

Bei einem Update der Datenbank meines Blogs sind gestern nacht die Kategorien aller Einträge verloren gegangen. Ich hoffe, dass ich noch etwas retten kann, bin aber skeptisch. Aber: Alle Texte sind wieder ohne fehlerhafte Anzeige der Umlaute zu lesen.

Webmontag in Graz

Der erste Grazer Webmontag– es handelt sich um eine Art Mini-Barcamp – hat gestern abend auf der FH Joanneum stattgefunden. Leider musste ich früher weg, doch ich empfand es als angenehm ungezwungen und erkenntnisreich. Nett, die Gesichter zu sehen, die hinter den einschlägigen Blogs und Webseiten stecken. Heinz hat die Inhalte zusammengefasst. Ich freue mich auf weitere Webmontage, die voraussichtlich monatlich stattfinden werden. 

Tweety und Twitter

 

 tweety

Photo by yanec on flickr.

Manchmal dauert es ein wenig, bis man 2.0-Wortspiele begreift. Gestern abend kam mir im Gespräch mit KollegInnen aus meinem Französischkurs die Erleuchtung, warum Twitter eigentlich Twitter heißt. Ich habe mich immer über den Namen gewundert, der im Deutschen doch nur einen Konsonanten von “Zwitter” entfernt liegt. Ganz einfach: Wegen Tweety bzw. dem englischen Wort für “zwitschern”- “to tweet” (”tweet” wird ja auch eine einzelne Twitter-Nachricht genannt).

Ich glaube (und hoffe), dass Twitter immer weiter weg kommt vom Image des Geek-Tools und bald von einer breiteren Schicht genutzt wird. Auch in Europa. Schließlich kann man es unter anderem dazu verwenden, gratis SMS zu verschicken. Wenn das kein Argument ist.

Der Dialekt und Udo Jürgens

Udo Jürgens heute im Ö1-Mittagsjournal:

”Wenn ich heute sehe wie Österreichische Pop-Künstler (…) großartig singen, fantastisch aussehen. Dann werden Sie zum Interview gebeten und sprechen einen Dialekt, dass man fast vom Stuhl fällt. (…) Da muss man vielleicht schon vorher sagen: Mädel, du wirst nie ein Engagement kriegen. (…) Jeder Mensch in unseren zivilisierten Ländern sollte eine Sprache perfekt beherrschen. Aber gar keine Sprache zu beherrschen, sondern nur seinen Heimatdialekt, ist Armut. Das muss man einfach ganz klar sagen.”

Ob Udo Jürgens damit seinem Stammpublikum aus dem Herzen spricht? Wohl kaum.