Die sinnleeren Schubladen der FH Joanneum

Kategorisierung hilft dabei den Überblick zu bewahren. Allerdings nur, wenn sie auch richtig passiert.
Ein Quiz:
Ordnen Sie den Begriff “Journalismus und Unternehmenskommunikation” einer der beiden Kategorien zu:

    A.) Internationale Wirtschaft
    B.) Information, Design und Technologien

Die kursive Hervorhebung stammt von mir, soll Sie aber nicht in Ihrem Entscheidungsprozess beeinflussen. Sie werden mir sicher zustimmen (Achtung, Ironie): Die Antwort ist ganz klar “A.”. “Journalismus und Unternehmenskommunikation” gehört in eine Schublade, in der auch Begriffe zu finden sind wie “Bank- und Versicherungswirtschaft” oder “International Management”. Auf keinen Fall sollte man “Journalismus und Unternehmenskommunikation” mit einem Begriff wie “Information” in Verbindung bringen. Wo kämen wir denn da hin. Journalismus und Information: Selten so gelacht. (Achtung, Ironie Ende)

Was vor einigen Monaten schon einmal als böser Geist über dem Studiengang, an dem ich studiere, schwebte, ist nun wirklich wahr geworden: An der FH Joanneum ist “Journalismus und Unternehmenskommunkation” nun Teil des Fachbereichs “Internationale Wirtschaft”. Endgültig hat man den Studiengang nun abgetrennt von den anderen Medien- und Designstudiengängen. Nach der großen Diskussion um das neue/alte Standortkonzept hatte ich gedacht, dass auch diese sinnleere Schubladisierung endlich vom Tisch ist. Leider falsch gedacht. Die möglichen Konsequenzen für diese Entscheidung beschreibt mein Studienkollege Michael vom Jahrgang ’05 hier. Danke auch an Heinz für den Hinweis.
Ein PR-Desaster wie vor einem Monat hat die FH Joanneum wohl diesmal vermieden. Sehr still und ohne Pressemeldung wurde diese neue Un-Kategorisierung vorgenommen. In den Redaktionen und PR-Stellen dieses Landes wird man sich ein Belächeln wohl aber nicht verkneifen können. Mir ist zum Lachen nicht wirklich zumute.