electronic music

Vintage Techno

Album review for INDIE, No. 38, Spring 2013.
Albumrezension für INDIE, No. 38, Frühjahr 2013.

Brandt Brauer Frick. Photo by Nico Stinghe & Park Bennett

Brandt Brauer Frick made their name as one of the great electronic retro-innovations of 2010: Techno played live, mainly on traditional instruments such as piano and percussion, performed with extreme physical exertion. Ravers, hipsters, connoisseurs and mainstreamers, everyone agreed that this Berlin-made combo rocked. Daniel Brandt, Jan Brauer and Paul Frick were feted all over the world. From their music to their clothes, everything about them seemed to have been perfectly mapped out Kraftwerk-style down to the very last detail. But there was a subtle difference: While Kraftwerk aimed to reduce the human factor to an absolute minimum, Brandt Brauer Frick brought along a human touch never before seen or heard within the realms of machine music. Now Brandt Brauer Frick are ready to drop a new album called “Miami”. The three-piece have made a lot of progress, adding plenty of new ingredients to their basic recipe. The rhythms are more varied, and there is even room for vocals, provided by the likes of Jamie Lidell, Gudrun Gut (formerly of Einstürzende Neubauten) and Nina Kraviz. But don’t expect any big pop hooks. The vocals creep in at unexpected points, sometimes heavily distorted and processed. But the band went through a transformation that cannot be pulled off without compromise. “Miami” sacrifices some of the instant club appeal (granted, at times some techno and UK bass flavours shine through), trading the dance floor for concert halls and living rooms to join up the worlds of the classic gig and advanced electronics even further than before.

“Miami” is out on !K7 Records/ Alive.

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Brandt Brauer Frick war eine der großen elektronischen Retro-Innovationen 2010: Techno, live gespielt mit Großteils klassischen Instrumenten wie Klavier und Percussion, unter enormem Körpereinsatz: Dass diese Berliner Kombination rockte, darauf konnten sich Raver wie auch Hipster, Kenner wie auch Mainstreamer verständigen. (more…)

springeight kann kommen

In wenigen Stunden beginnt in Graz wieder das springfestival. Ich muss heute länger wach bleiben, um morgen die ganze Nacht fit zu sein, wenn ich mit meinem VJ Kollektiv montage sauvage im Dom im Berg auftreten werde. Auch um etwas Zeit totzuschlagen dieser späte Eintrag.

DJ Mehdi

Visualisieren werden wir unter anderem die Mucke des legendären DJ Mehdi (Bild), Kopf des Pariser Braz-Labels Ed Banger. Auch mit dabei aus Frankreich Busy P (Ed Banger), – und grandios: Brodinski (Mental Groove).

Weiteres Highlight: marflow, der vor kurzem erst für Moby einen Remix hingelegt hat.

Hier der Timetable für Mittwoch, 21.05.08, Dom im Berg, Graz:

21:30h Bitz (A)
23:00h marfloW (A)
00:30h Punks Jump Up (UK)
01:30h DJ Mehdi (F), Busy P (F)
04:00h Brodinski (F)
Visuals: Montage Sauvage (A)

Be there or be square. Und bis zum Sonntag gilt dann: Geschlafen wird am Tag.

i love techno? hm, nicht so…

Unglaublich, was da bereits im zwölften Jahr in der Nähe von Gent passiert: I love Techno nennt sich eine gute Dance-Veranstaltung, die leider an Gigantomanie leidet. Es handelt sich mehr oder minder um ein Ein-Tages-Festival mit Gigantomanie in drei Dimensionen: Größe, Line-Up und Ticketpreise. Wer bei dieser Veranstaltung spielt, der ist berühmt und der kassiert sicher auch kräftig ab. Mich erinnert die Geschichte ein wenig an Thomas’ und meinen Ausflug zum Sónar(2).
Nichtsdestotrotz: Trentemøller und Gui Boratto spielen live, Dave Clark lässt die Platten tanzen. Diese drei würde ich schon gerne einmal sehen. Hoffentlich passt es einmal separat in einem kleineren Rahmen.

Einladung & Ortswechsel

treibstoff-flyer

Zwei Anküdigungen in eigener Sache:

Am Freitag trete ich mit meiner Visuals-Crew montage sauvage (myspace) wieder in der Postgarage auf. Würde mich freuen, wenn ein paar von Ihnen Zeit fänden. Ich glaube, es wird ein großartiges Fest. Minimalistische, gut-tanzbare Mucke aus Köln und Marseille.

detektivausweis front

detektivausweis back

Persönlicher Detektivausweis aus dem Jahr 1992. Heute beim Aufräumen entdeckt.

Darüber hinaus steht noch ein Ortswechsel an. Das flatterhafte Freelancertum in der Heimat ruht für eine Weile. Ab kommender Woche werde ich für vier Monate in Brüssel sein. Ich absolviere dort ein Praktikum am österreichischen Kulturforum. Ich werde auch in und aus Brüssel bloggen. Zu den bisherigen Themen dieses Weblogs kommen ortsspezifische hinzu. Persönlicher wirds werden, schließlich möchte ich diesen Aufenthalt in Belgien auch für mich dokumentieren.

pictures and stories from c/o pop

those of you who visit my blog and do not aggregate the rss-feed have maybe noticed that the pictures of the flickr-header have changed. the reason is that i finally uploaded all pictures i took at the c/o pop festival in cologne, germany.

here is a preview of the photos:

haus_des_tanzes

map studying

soap & skin

a very positive review, published by the festival’s press office, can be read here [german]. the article gives a good overview, but is too less critical.

some of the pictures will also be be published on the website of the springfestival, since i had the order to document their trip to cologne.

next stop: c/o pop, cologne

c-o_pop

photo by dayvidday

c/o pop (cologne on pop) is an annual festival for urban pop culture which has been taking place in Cologne since 2004. The festival programme is strongly indebted to the »Sound of Cologne«, focussing mainly on electronic club music and the diverse culture that goes with it, but also reflects contemporary trends in the indie pop and rock scene.

i will take a lot of pictures.

sónar festival, personal review, day 2

bevor die erinnerungen wieder verblassen, möchte ich noch die anderen beiden tage des sónar-festivals festhalten: am Tag 2, Freitag, 15.06.,  endlich das wirklich erste große highlight: clark zeigt, dass es sie noch gibt, die langen, tiefen bässe mit verspielter elektronik darüber. sein album body riddle läuft bei mir schon seit einiger zeit auf heavy rotation, das konzert beim sónar hat diesen zustand nun prolongiert. ohne starke beschleunigung und allzu arge geschwindigkeiten gelingt es clark, die gesamte aufmerksamkeit auf sich  zu ziehen. ein gewagtes musikalisches konzentrat, anzusetzen irgendwo im progressiven ambient-bereich. manche würden es auch ganz generalistisch idm nennen:

This is the oddest named genre in the entire world, since it’s not easily danceable, it’s not certifiably intelligent, and it’s arguable as to whether it constitutes as actual music. This is the realm of the uber-pretentious electronic music afficionados, with razor-thin eclectic tastes, who spend most of their waking energy arguing about what IDM is and what IDM isn’t.

bei der abendschiene des sónar begeisterten vor allem digitalism und simian mobile disco. new young pony club ließ sich mal wieder nicht blicken.
überraschend langweilig die ed banger label night, bei der dj mehdi und justice zwar gefielen, aber ihrem vorauseilenden ruf nicht wirklich gerecht werden konnten.
an dieser stelle möchte ich auch noch die visuals von pfandfinderei hervorheben, die – kurzweilig und professionell produziert – einen schönen mix aus vektorgrafiken und filmen boten.
für den abschluss sorgte um fünf uhr früh noch timo maas, der gewohnt souverän die platten drehte.
genug namedropping jetzt. erzählen möchte ich noch von den riesigen halle des messegeländes in barcelona, wo sonar by night untergebracht war. es gibt leider keine öffentliche information, wie viele leute an diesem zweiten festivalabend das sónar besuchten. ich schätze, dass es rund 30.000 waren. und es hätten noch mehr reingepasst…