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Eine Hauptkategorie, eigentlich sollten unter dieser keine Blogposts abgespeichert sein.

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"Österreichische Demokratische Republik"

… nennt der Grüne Sicherheitssprecher Peter Pilz derzeit Österreich, wenn es um Datenschutzfragen geht. Und es ist wahrlich ein schwarzer Tag für die Bürgerrechte in unserem Land. Denn das eben von den Regierungsparteien beschlossene Sicherheitspolizeigesetz hat einige Tücken eingebaut. Zum Beispiel die folgende: 

 Auch “Namen und Anschrift eines Benutzers, dem eine IP-Adresse zu einem bestimmten Zeitpunkt zugewiesen war”, soll die Polizei vom Provider ohne richterliche Kontrolle erhalten dürfen. (via fuzo

 Was mich wundert: Wo bleibt der Protest?   

Facebook wird zum Fadebook?

Vielleicht ist meine Wahrnehmung zu selektiv, aber soviel wie derzeit über Facebook publiziert wird, ist einfach enorm. Dass keineR mehr über MySpace spricht, ist eh schon ein alter Hut.

Mit dem Beacon-Feature (Wikipedia) hat sich Facebook ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt. Vielleicht zu weit, wenn es nach vielen Bloggern geht. Beacon ist heute genau ein Monat alt.  Es handelt sich um eine Werbetechnik, die mitverfolgt, was jeder Facebook-Nutzer auf bestimmten Internetseiten so treibt. Auch, wenn man sich bei Facebook ausgeloggt hat, wird die Facebook-Identität der Surfer von externen Webseiten noch gelesen. Anschließend werden Informationen über das, was der Benutzer auf der Seite gemacht hat, an Facebook gesendet. 

Also wenn ich beispielsweise auf eBay etwas ersteigere, dann wird das ohne mein Zutun meinen Facebook-Freunden mitgeteilt. Ich persönlich stelle mir das besonders toll vor, wenn ich für meine Freundin ein Geschenk kaufe und im selben Augenblick teilt ihr das mein Facebook-Newsfeed mit.

Jedenfalls gab es gegen Beacon gehörigen Protest, unter anderm auch eine Petition bei der Bürgerrechtsbewegung MoveOn.org. Die Geschichte fand ihren Weg zu den traditionellen Medien und ließ damit auch Facebooks Werbepartner skeptisch werden.

Ob da die späte Entschuldigung von Mark Zuckerberg etwas hilft? Ich bezweifle das. Das Facebook-Bashing geht weiter. Bei einer Umfrage, die gerade bei “mashable” läuft, sagt fast die Hälfte (Stand Heute Mittag) aller TeilnehmerInnen, dass  Zuckerberg’s Entschuldigung unangebracht ist:

Too Little, Too Late; Facebook’s Screwed!

Allzu ernst darf man das wahrscheinlich nicht nehmen. Auch der baldige Tod von Facebook wird beschworen:

Facebook has turned all the people who rooted for it into a lynch mob. In the space of a month, it’s gone from media darling to devil. The most interesting thing about Facebook right now is who will replace it.

Ein wenig zugespitzt, aber nachvollziehbar. Diesen Satz im selben Artikel verstehe ich aber nicht wirklich:

It could have all been avoided with a smart adult running things. Facebook has no old hands in its corner, no advisers to tell the kids how to behave. 

Ich glaube, dass es gerade auch der Mythos rund um den jungen Mark Zuckerberg war, der Facebook und keine Konkurrenzseite so populär gemacht hat. Viele der Multiplikatoren in den Amerikanischen Colleges wollten ganz einfach auch so erfolgreich sein wie Mark. Aber das ist eine andere Geschichte.

PS: In diesem Zusammenhang auch noch interessant: 15 Reasons Facebook Isn’t Worth $15 Billion

PPS: Beacon lässt sich abstellen. Die Daten, wie die Facebook-User andere Webseiten nutzen, erhält Facebook aber wahrscheinlich trotzdem. Einzige sichere Möglichkeit: Cookies löschen. Oder den ganzen Facebook-Account.

Ausgebobt

Da seh ich das am Samstag in Berlin, und am darauf folgenden Tag erreicht mich die Nachricht, dass es vorbei ist mit den Guten. Die Bösen haben anscheinend gesiegt. Die Guten sind so gut wie Geschichte. Sie verabschieden sich. Mit einem letzten Kraftakt. Der sich da nennt: Abschied.

bob magazin

Am 12. Dezember erscheint die vierte und letzte Ausgabe des Magazins “Bob”. Die vergangen drei habe ich mit Freude gelesen. Zuweilen war es mir ein wenig zu verhirnt für eine Illustrierte, meist aber fand ich die Lektüre sehr ansprechend. Meine Lieblingsnummer: Mutter. Alles gute, werte Herausgeber vom Club Bellevue, bei eurem neuen Projekt.